Datenschutzbestimmungen als Freibrief
Die Änderung der Datenschutzbestimmungen des StudiVZs hat große Proteste hervorgerufen. Holtzbrinck ist aber bei weitem nicht das einzige Unternehmen, was auch aus den privaten Nutzungsdaten Kapital schlagen möchte.
Noch viel umfassendere Datensammlungen können natürlich Internetanbieter anlegen.
Heute erhielt ich mit meiner Freenet Anmeldebestätigung 2 Waschzettel voller Kleingedrucktem. Immerhin fettgedruckt war Punkt 13.8:

Für Werbung und Marktforschung werden nur die Bestandsdaten verwendet aber wer erhält schon gerne Werbe- oder Marktforschungsanrufe?
Viel bedenklicher ist die Erlaubnis, Verkehrsdaten zur Optimierung der Telemediendienste nutzen zu dürfen. So werden zwar Telefonnummern anonymisiert. Wie sieht es aber mit den angesurften Internetseiten aus?
Unter einer ausführlichen Unterrichtung verstehe ich zumindest etwas anderes als eine Erwähnung auf S.3 im Kleingedruckten.
Widerrufen werden soll das ganze per Online-Formular. Ob das im Streitfall Rechtsgültig wäre? Naja was solls, dann wäre es eh schon zu spät – siehe Telekom.
Update: Ich habe eine schriftliche Bestätigung für meinen Widerruf erhalten und der Wechsel zu Strato DSL 3+ verlief nach anfänglichen Zweifeln doch reibungslos.